Schrott


Schrott

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Schrott [ʃrɔt], der; -[e]s, -e:
unbrauchbare Abfälle oder [alte] unbrauchbar gewordene Gegenstände aus Metall o. Ä.:
Schrott sammeln; mit Schrott handeln; Berge von Schrott; er fuhr den Wagen zu Schrott (beschädigte ihn bei einem Unfall so, dass er verschrottet werden musste).
Zus.: Autoschrott.

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Schrọtt 〈m. 1; unz.〉
1. 〈i. e. S.〉 Alteisen, Eisenabfälle
2. 〈i. w. S.〉 = Altmetall
3. 〈umg.〉
3.1 unnützes Zeug
3.2 Unsinn
● er redet nur \Schrott; ein Fahrzeug zu \Schrott fahren 〈umg.〉 bei einem Unfall so beschädigen, dass es nicht mehr repariert werden kann [Nebenform von Schrot, niederrhein. „abgeschnittenes Stück“]

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Schrọtt , der; -[e]s, -e [Anfang 20. Jh.; eigtl. niederrhein. Form von Schrot]:
1. unbrauchbarer, meist zerkleinerter Abfall aus Metall; Gesamtheit der [alten] unbrauchbar gewordenen Gegenstände aus Metall o. Ä.:
S. sammeln;
etw. als S. verkaufen;
mit S. handeln;
Berge von S.;
etw. zu S. fahren (etw. schrottreif fahren: er hat sein neues Auto schon wieder zu S. gefahren).
a) (ugs.) unbrauchbares (oft altes u. kaputtes) Zeug; Plunder:
ich gebe den ganzen S. zum Sperrmüll;
b) (salopp) etw., was nichts taugt, etw. Minderwertiges:
Was gibt es denn im Fernsehen? – Ach, nur S.

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I
Schrott,
 
Sammelbegriff für Metallabfälle aller Art, die bei der Metallbearbeitung z. B. als Schmiede- oder Stanzabfälle, Späne, Gussbruch und dergleichen anfallen (Neuschrott) oder als Altmaterialien (Altschrott) aus dem Konsum zurückfließen. Wirtschaftlich wichtig sind besonders die Verwendung von Eisenschrott bei der Stahlerzeugung, die Gewinnung von Aluminium, Kupfer, Blei und Zink aus Buntmetallschrott und die Aufarbeitung von Edelmetallabfällen. (Recycling)
II
Schrọtt,
 
Raoul, österreichischer Schriftsteller, * auf der Überfahrt zwischen Südamerika und Europa 17. 1. 1964; verbrachte die Kindheit in Tunis, lebte später u. a. in Zürich, studierte u. a. in Berlin, Paris und Innsbruck, 1986-87 in Paris Sekretär von P. Soupault. Schrott befasste sich intensiv mit Surrealismus und Dadaismus; schreibt assoziationsreiche Gedichte, die stark von seiner universellen Übersetzertätigkeit (u. a. aus dem Bretonischen, Baskischen und aus alten Sprachen) geprägt sind. Der Roman »Finis terrae - Ein Nachlaß« (1995) zeigt stark kulturkritische Züge, ähnlich die Erzählung »Die Wüste Lop Nor« (2000). Mit Bearbeitungen und (Neu-)Übersetzungen erschließt Schrott Werke der Weltliteratur für die Gegenwart (Anthologie »Die Erfindung der Poesie. Gedichte aus den ersten viertausend Jahren«, 1997; »Die Bakchen des Euripides«, 1999; »Gilgamesch«, 2001).
 
Weitere Werke: Lyrik: Makame, 3 Teile (1989); Die Legenden vom Tod (1990, mit A. Frohner); Hotels (1995).
 
Fragmente einer Sprache der Dichtung. Grazer Poetikvorlesung (1997).

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Schrọtt, der; -[e]s, -e [Anfang 20. Jh.; eigtl. niederrhein. Form von ↑Schrot]: 1. unbrauchbare, meist zerkleinerte Abfälle aus Metall od. [alte] unbrauchbar gewordene Gegenstände aus Metall o. Ä.: S. sammeln; Dann setzten Panzer nach, ... verbissen sich, bis sie S. waren (Kirst, 08/15, 607); Groß ist deshalb leider die Zahl von „Hobbykünstlern“, die Lötzinn mit hohem Bleianteil oder auch undefinierte -e ... auf den Markt bringen (Freie Presse 1. 12. 89, Beilage S. 3); etw. als S. verkaufen; mit S. handeln; Berge von S.; *etw. zu S. fahren (bei einem Unfall das Fahrzeug so beschädigen, dass es verschrottet werden muss): Er fuhr alle paar Monate einen neuen Cadillac zu S. (Borell, Verdammt 203). 2. (abwertend) a) (ugs.) unbrauchbares (oft altes u. kaputtes) Zeug; Plunder: sie weiß mit jedem S. etwas anzufangen; ich gebe den ganzen S. zum Sperrmüll; b) (salopp) etw., was nichts taugt, etw. Minderwertiges: Angesichts der derzeitigen Massenproduktion von musikalischem S. (Spiegel 6, 1989, 8); Was gibt es denn im Fernsehen? - Ach, nur S.; Ich muss den ganzen S. herausbringen, den du schreibst (Spiegel 42, 1988, 314); dem hören sie zu, selbst wenn er noch so einen S. (Unsinn) erzählt (Fichte, Wolli 100); Ü In der Bundesliga spielt nur noch S. (Spiegel 9, 1987, 198); *der letzte S. sein (salopp abwertend; ↑Dreck 2): an dieser Einteilung in Jugendliche, die es vielleicht im Leben noch zu was bringen, und Jugendliche, die als Hauptschüler sowieso schon der letzte S. sind (Christiane, Zoo 320).

Universal-Lexikon. 2012.

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